Technik bringt Fluch und Segen

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Technik bringt Fluch + Verzweiflung

Technik in unserem Büro ist eine Selbstverständlichkeit, doch vom letzten Montag bis heute Vormittag brachte sie uns an den Rand der Verzweiflung. Wir sind ein kleiner Reiseveranstalter mit 4 Büroplätzen. Vor 10 Monaten haben wir alle Arbeitsplätze mit neuen Rechnern, Bildschirmen usw. ausgestattet. Und seit Montag war das Büroleben ein totales Chaos.

Zunächst fiel ein Rechner aus. „Unser Computermensch“ wurde angerufen um die Dinge zu regeln. Er kam und brachte die anderen Rechner auch noch zum Stillstand. Es folgten Telefonate mit dem Verkäufer und dem Hersteller der Geräte. Der Verkäufer war sofort pampig und stand auf dem Standpunkt, dass der Kunde selber Schuld sei und solle mal erst beweisen, dass es der Fehler des Herstellers oder des Verkäufers sei. Der Hersteller war sehr nett, aber wir müssen die Geräte zum Verkäufer schicken und nicht wie vom Verkäufer behauptet zum Hersteller. Wer behauptet, dass die Kundenfreundlichkeit in Deutschland viel besser geworden sei?

Spachlosigkeit + Überbrückung des Problems

Montagabend macht sich Sprachlosigkeit im Büro breit. Vier bis  acht Wochen prognostiziert der Hersteller würde es dauern, bis die Geräte geprüfft, repariert und wieder im Büro sind. Jeder hofft, dass alles nicht wahr ist und von irgendwo gleich Rettung naht. Wir verlassen entsetzt das Büro und setzten auf den nächsten Tag.

Nach einer unruhigen Nacht geht es wieder frisch ins Büro. Wir haben überlegt, dass wir die Geräte vorher noch einmal überprüfen lassen. Vielleicht gibt es eine Chance, denn es scheint doch sehr unwahrscheinlich, dass alle Geräte gleichzeitig den Geist aufgeben. Oder ist es heutzutage üblich, dass die Geräte nur noch so eine kurze Lebensdauer haben?

Flexibilität hilft uns nun. Zwei Laptops und ein Tablett wurden nun zum Ersatzarbeitsplatz. Da nicht auf allen Geräten die Software installiert ist, die der einzelne brauchte, mussten die Arbeitsplätze zwischendurch getauscht werden, damit wir wenigstens einen Teil unserer Arbeit erledigen konnten. Für uns kein Problem, in einem kleinen Unternehmen ist sowieso immer Flexibilität gefragt.

Freude über super nette Mitmenschen

Dank eines Tipps fanden wir nette Mitmenschen, auch Kleinunternehmer, wie wir, die die Geräte geprüft haben. Es stellte sich heraus, dass in einem  Rechner tatsächlich eine Platine kaputt war. Aber die anderen hatten sich durch Spannungsschwierigkeiten zunächst zurückgezogen, hatten sich aber danach beruhigt und waren wieder o.k.

Freude zog ins Büro  ein und wir stimmten das Lied an, dass in Problemzeiten die schlechte Laune vertreibt: “ Im Leeben, im Leben geht manches mal daneeben…..“

Eine Freundin, die in Berlin bei einem riesengroßen Pharmakonzern arbeitet, konnte unser Problem gar nicht nachvollziehen. Wie auch: 1. ist sie angestellt, 2. in einem großen Konzern mit eigener Computerabteilung, 3. ruft sie einfach entsprechende Mitarbeiter, die das Problem lösen – so what…

Das ist der Unterschied zwischen einem kleinen und einem großen Unternehmer 🙂

 

 

leben & reisen …schöne Momente

Die Geräte wurden wieder angeschlossen und 3 Leute konnten wieder arbeiten . Der kaputte Rechner ist nun auf dem Weg. Ein Laptop dient als Ersatzgerät. So hoffen wir nun die Zeit, die es dauert bis unser Gerät repariert wieder zurück ist,  zu überbrücken. Was wir gelernt haben: „unser Computermensch“ weiß auch nicht alles :-),  Flexibilität stellt sich mal wieder als größter Problemlöser heraus und lass dich nicht unterkriegen.

Außerdem ist ein Lied immer wieder gut: „im Leeben, im Leeben geht manches mal daneeben….“