Spiekeroog – ein Inseltraum

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Spiekeroog, ein Inseltraum für Menschen, die die pure Entspannung suchen. Spiekeroog, die als sonnigste und grünste ostfriesische Insel genannt wird, ist einfach anders.

Schon am ersten Abend, als ich im Blanken Hans auf eine Gruppe Männer treffe, die hier gerade die letzte Runde Skat spielten, spüre ich diese Gelassenheit der Insel-Bewohner. Einer der Skatspieler holt seine Mundharmonika heraus und alle singen kräftige Seemannslieder. Doch kaum verklungen, leert sich die urige Kneipe und die Insel versinkt in einen tiefen Schlaf. Auf Spiekeroog gehen nicht nur die Inselbewohner früh zu Bett, sondern auch die Urlauber. Nur 6 Km vom Festland entfernt, doch dieses Inselparadies ist eine Welt für sich. Ruhe und Natur haben hier Vorrang.

Früh haben die Insulaner verstanden ihre dörfliche Idylle zu bewahren. Weder Autoverkehr noch Flughafenlärm stören die Ruhe, nicht mal Fahrräder sind gern gesehen. Es gibt keine Hochhäuser, nur schöne alte Friesenhäuser mit grünen Wintergärten, grünen Türen, grünen Fensterläden und grünen Zäunen.

Überall auf der Insel gedeihen kleine Wäldchen und wunderschöne Bäume. Bereits im 19. Jahrhundert begannen Insulanern die Bäume anzupflanzen und tun dieses heute noch. Und im Sommer spenden all die Ulmen, Linden und Kastanien den Café`s und Teestuben in ihren Gärten dem Erholung suchenden Urlauber Schatten. So kann man ganz entspannt seinen Ostfriesentee trinken und die spazierenden Menschen vorbei ziehen lassen. Ich liebe diese Teezeremonie und das wunderschöne Teegeschirr: kleine hauchzarte Porzellan-Tässchen mit roten Rosen, eine Kanne Tee aus eben diesem Porzellan, die auf einem Stövchen aus Silber steht und vor sich hindampft. Dazu Kluntjes und Sahne, mmmh…

 

Yogatraumurlaub auf Spiekeroog

Keine Autos – Familienfreundlich

Hinter Rosenbüschen versteckt sich die alte Inselkirche, die 1649 erbaut wurde. Die Gästeführerin weist uns Besucher darauf hin, dass in der ganzen Kirche Hinweise auf das Meer und seine Bewohner zu finden sind. “Schauen sie sich genau um” rät sie uns. Und tatsächlich, unter der Kirchendecke, die wie ein Sternenhimmel daherkommt, baumeln einige Segelschiffe und eine alte Kogge in einem Glasfenster habe ich auch sofort entdeckt. Doch die gut versteckten Krebse und Queller, Pflanzen der inseltypischen Salzwiesen, die auch auf die Glasfenster gemalt sind, entdecken nur die Kinder.

Dass Familien diese Insel besonders lieben, ist kein Wunder. Können sich doch hier die lieben Kleinen frei bewegen. Auch die Erwachsenen gewöhnen sich schnell an die Autofreiheit. Keine Abgase, kein Autolärm und keine Hektik. Die paar Fahrräder, die mal vorbeigeradelt kommen, gehören zumeist Inselbewohnern. Sind doch auch die  meisten Wege zum Strand für Fahrräder verboten und einen Fahrradverleih gibt es auch nicht. Außerdem sind die Wege kurz und man kann alles gut zu Fuß erreichen. Und wenn ich morgens losgehe um die Insel zu erkunden, brauche ich nur zu überlegen ob ich rechts herum gehe, oder links herum.

Wenn man im Dorf ist, merkt man nicht, dass man sich auf einer Insel befindet. In den schönen Läden der Insel findet man natürlich all die Dinge, die man für einen Strandtag so braucht, aber von Meer und Strand ist hier nichts zu sehen. Das kleine Dorf sitzt sicher beschützt hinter den hohen Dünen. Das Wasser sieht man erst, wenn man durch die dicht mit Sträuchern, Gräsern und Strandhafer bewachsenen Dünen, die sich wie ein Gebirge türmen hindurch ist. Es geht auf und ab, aber dann…

Yoga Urlaub Spiekeroog

alte Inselkirche

Heilkräfte der See

was für eine Aussicht:  der weiße Sandstrand erstreckt sich 15 Km entlang der ganzen Insel. Weite und Einsamkeit faszinieren mich genau so wie Ebbe und Flut, das ewige Wechselspiel, und der weite hohe Himmel. Ab und zu türmen sich Wolkenhügel auf, doch da kommt schon ein Wind und trägt sie weg.

Sofort breche ich zu einem Strandspaziergang auf. Die Luft schmeckt nach Wasser und Salz und prickelt auf der Haut. Mit jedem Atemzug tanke ich die salz- und jodhaltige Luft. “Direkt in der Brandungszone werden die salzhaltigen Aerosole besonders intensiv inhaliert” erklärt mit die Masseurin im Kurmittelhaus, der ich von meinem Spaziergang erzähle. Das schätzen auch Allergiker besonders.

Wer aber die natürlichen Heilkräfte des Meeres noch intensiver nutzen möchte, findet im Kurmittelhaus zahlreiche Thallasso-Anwendungen aus Meerwasser, Schlick, Salz und Algen. Das habe ich ausprobiert: “Meeresalgen enthalten viele Aminosäuren, Jod, Mineralsalze und Spurenelemente” erklärt mir die Masseurin, die mich behandelt. “Sie regen den Zellenaustausch an und verjüngen damit die Haut” sagt die Masseurin während sie die grüne Masse auf meinem Körper verteilt. “Verjüngen” ist das Zauberwort, das nicht nur mich überzeugt. Dick mit Meeresalgenpaste und eingewickelt in warme Tücher warte ich nicht lange auf die Entspannung und die Wirkung der Algen. Ein Milchsalzbad reinigt mich von der grünen Paste und danach rundet eine Massage diese Behandlung ab.

Ich fühle mich wie neu geboren und breche gleich zu einem Abendspaziergang auf. Noch einmal die Ruhe und die wunderbare Natur genießen und dann auf einen Absacker in den Blanken Hans. “Die beste Kneipe entlang der Nordseeküste”, wie die Insulaner behaupten.